Details zu den Mittelmeerkrankheiten
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Ehrlichiose |
Babesiose |
Borreliose |
Leishmaniose |
Herzwurm |
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Erreger |
Einzeller Ehrlichia canis
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Einzeller Babesia canis
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Bakterium Borrelia burgdorferi
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Einzeller Leishmania donovani infantum
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Parasiten Dirofilaria immitis, Adulte Würmer (Makrofilarien) bis 1mm dick u. 25cm lang |
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Überträger |
braune Hundezecke Rhipicephalus sanguineus, Ixodes-Arten |
Zecke Rhipicephalus sanguineus, Dermacentor reticulatus u. margnatus |
Zecke (gemeiner Holzbock) Ixodes ricinus
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Blutsaugende Schmetterlingsmücke (Sandmücke)
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Stechmücke (60 Arten)
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Verbreitungs- gebiet |
Tropische u. subtropische Gebiete, Mitteleuropa, Norditalien, Südschweiz, auch Deutschland
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Tropische u. subtropische Gebiete, Mitteleuropa, Italien u. Frankreich, weiterhin: Österreich, Deutschland, Südschweiz, Ungarn |
Deutschland, Mittel- Ost- u. Nordeuropa, Nordamerika, Australien
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Tropische u. subtropische Gebiete, Lateinamerika, mediterrane Länder wie Portugal, Frankreich, Spanien, Kanaren, Italien, Malta, Griechenland, Türkei, Israel, Ägypten, Tunesien, Algerien, Marokko, Schweiz |
Tropische u. subtropische Gebiete, Amerika, Afrika, Asien, Mittelmeerregion wie Norditalien (Poebene), Südschweiz, Griechenland, Spanien, Portugal, Frankreich
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Inkubations- zeit |
8 - 20 Tage |
3 – 21 Tage |
Mehrere Wochen bis Monate |
Mehrere Wochen bis zu 7 Jahren |
Monate bis Jahre |
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Organbefall |
Vermehrung in den Monozyten (Sorte weißer Blutkörperchen) dadurch Schwächung des Immunsystems, oft Doppelinfektion mit Babesien |
Zerstörung der Erythrozyten (roten Blutkörperchen) dadurch Anämie |
Gelenke, Nervensystem, Herz, Haut, Muskeln, Bänder |
Knotige Haut, Leber, Milz, Knochenmark, weiße Blutkörperchen dadurch Schwächung des Immunsystems |
Rechtes Herz, große Lungenarterie, große Hohlvene, andere Organe |
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Symptome teilw. auch chronisch |
Fieberschübe bis 41°C, Fressunlust, Atemprobleme, Lymphknotenschwellungen, eitriger Nasen- u. Augenausfluss, Lahmheit, Milzvergrößerungen, Veränderungen des roten u. weißen Blutbildes, Abmagerung, größere Blutungsneigung |
Fieber bis 42°C, Mattigkeit, Schwäche, blasse oder gelbliche Schleimhäute, rötlichbrauner Harn, Gelbsucht, Leber- u. Milzvergrößerung, Fieber, Abmagerung, Teilnahmslosigkeit, Leberinsuffizienz, Gelbsucht, seltener: blutige Durchfälle, Schleimhautblutungen, Ödeme |
Fieberschübe, Mattigkeit, Entzündung von Lymphknoten, Nieren u. Gelenken, Lahmheit, Störung der Nierenfunktion |
Fieberschübe, Lahmheit, Trägheit, Appetitlosigkeit, schleichender Gewichtsverlust, gelichtetes Haarkleid (besonders um die Augen, Muskelschwäche, Schuppenbildung, nässende Hautwunden (Ohren, Kopf, Nase, Beine), Haarlosigkeit, Nasenbluten, Entzündung des Krallenbettes, Lymphknotenschwellung, große Milz u. Leber, Anämie, Nierenschäden, blutiger Kot |
Leistungsabfall, Husten, Atembeschwerden, Hecheln, Abmagerung, Wasserstauungen im Unterleib durch Herzinsuffizienz, Nierenschäden, Anämie |
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Diagnose |
Bluttest
-Direkter Erregernachweis
-serologischer Antikörpernachweis IFT
(indirekter Immunfluoreszenztest mind. 14 Tage nach Infektion),
bei Titer <1:32 negativ 1:64 fraglich >1:128 positiv |
Bluttest
-Direkter Erregernachweis
-serologischer Antikörpernachweis IFT
(indirekter Immunfluoreszenztest mind. 14 Tage nach Infektion),
bei Titer <1:20 negativ 1:40 fraglich > 1:80 positiv |
Direkter Erregernachweis
(Polymerase-Kettenreaktion PCR)
-Gelenk- oder Lymphknotenpunktat -Hautbiopsie
Bluttest
serologischer Antikörpernachweis
-mit indirektem Immunfluoreszenztest IFT
(mind. 14 Tage nach Infektion),
bei Titer <1:32 negativ 1:64 fraglich >1:128 positiv
-mit Immunoblot
(teurer u. spezifischer),
dient zur Klärung fraglicher u. niedriger Titer |
Direkter Erregernachweis
-Lymphknoten- u. Knochenmarkpunktat
Direkter Erregernachweis
Nachweis von Leishmanien-DNA
(auch ohne Symptome feststellbar)
durch Polymerase-Kettenreaktion (PCR)
-Knochenmark
Bluttest
-serologischer Antikörpernachweis IFT
(14-28 Tage nach Infektion),
bei Titer <1:32 negativ 1:64 fraglich >1:128 positiv |
Bluttest Mikrofilarien (Larven)
-direkter Erregernachweis (Knott-Test)
Bluttest Makrofilarien
-serologischer Nachweis
Antigen (ELISA) u. Antikörper, ab 5 Monate nach Befall,
-Ultraschall
-Röntgen der Lunge
-EKG am Herzen |
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Behandlung |
-Doxycyclin 3-4 Wochen (2 x 5 mg/Kg täglich),
-Imidocarb (Imizol) (2 x 0,05 ml/Kg täglich),
evt. Bluttransfusionen,
Anabolika zur Stimulierung des Knochenmarks,
Vitamin B,
Aufbaupräparate |
-Imidocarb (Dipropionat=Imizol) (0,025 bis 0,05 ml/Kg
2x subkutan im Abstand von 14 Tagen),
-Diaminazen
(Aceturat=Berenil)
-Phenamedin (Isithionat=Oxopirvedine Merial) |
-Tetracyclin (10-22 mg/Kg)
-Doxycyclin (5 mg/Kg)
-Amoxicillin (11-22 mgKg)
-Cephalosporin
-Erythromycin (Wirkung fraglich) 2x täglich, 2-4 Wochen,
gegen Schmerzen:
Aspirin, kortisonhaltige Mittel,
Vitamin B, homöopathische Medikamente |
Allopurinol,
Amphotericin B,
Antimon, Ketoconazol,
Interferon, Oleyl-PC, gute Erfolge mit Amphotericin B,
nur Allopurinol- Therapie nicht ausreichend,
Behandlung erfolgt als Kombination der Präparate, individuelle Abstimmung,
Erhöhung u. Stärkung des Immunsystems:
-pflanzlich Echinacea
-synthetisch Levamisole
4 Monate lang therapiebegleitend |
-Makrofilarien:
2 intramuskuläre, arsenhaltige Injektionen Immiticide (1ml/10Kg) im Abstand von 24 Stunden,
Acetylsalicyd (5mg/Kg) zur Herzstärkung u. Blutverdünnung,
danach 4 Wochen Einschränkung der Bewegungsfreiheit da sonst Gefahr von Lungenembolien durch abgestorbene adulte Herzwürmer,
Heparin bei
Emboliegefahr,
-Mikrofilarien:
nach 6 Wochen subkutan Ivomec (1ml/30Kg) zur Tötung der Larven
-Herz- Operation (mechanische Entfernung der Würmer) |
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Prognose |
Gut bei sofortiger Behandlung, mit Antibabesienmittel u. Antibiotika heilbar, ungünstig bei fortgeschrittener Krankheit |
Mit Antibabesienmittel heilbar, ohne Behandlung tödlicher Verlauf |
Heilung bei frühzeitiger Behandlung, bei längerer Erkrankung nur Verbesserung der Symptome |
Bei Hunden unter 5 Jahren Spontanheilung möglich, gute Chancen bei noch fehlenden Symptomen, ansonsten geringe Heilungschancen aber bei Behandlung lange Lebenserwartung möglich |
Abhängig vom Schweregrad der Erkrankung, ohne Behandlung tödlicher Verlauf nach 3-5 Jahren |
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Prophylaxe |
Keine Impfung möglich,
äußerliche Zeckenbekämpfung |
Injektionen mit Antibabesienmedikament (0,05 ml/Kg direkt vor Abreise, hält 4 Wochen an),
äußerliche Zeckenbekämpfung, Impfung mit inaktiviertem Impfstoff in Deutschland nicht zugelassen |
Schutzimpfung möglich,
äußerliche Zeckenbekämpfung |
Keine Impfung möglich, Scalibor- Halsband
(Wirkstoff Deltamethrin = synthetisches Pyrethroid) 14 Tage vor Gefährdung anlegen,
Spray Wirkstoff Diethyltoluamid (Autan für Hunde) Körper einsprühen u. Kopf einreiben |
innerhalb 30 Tage nach Gefährdung Ivermectin- oder Milbemycin- Tabletten, bei ständiger Gefährdung monatliche Einnahme,
Mikrofilarizide wie Stronghold u. Heartgard (1 Tablette pro Monat, 6 Monate lang) |
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Übertragung auf Menschen |
Nein, Gefährdung durch Zeckenbiss |
Nein, Gefährdung durch Zeckenbiss |
Nein, Gefährdung durch Zeckenbiss |
Durch Sandmückenstich Gefährdung nur bei geschwächtem Immunsystem, direkte Ansteckung über Blut oder Speichel nicht nachgewiesen, Hygieneregeln einhalten bei offenen Wunden (Gefahr von Schmierinfektionen) |
Nein, Gelegentlich durch Stechmücken, nur Entwicklung von unreifen Stadien in der Lunge oft ohne Symptome |